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USA: Deutsch-Sein ist wieder schick


Immer mehr US-Amerikaner machen es wie Sandra Bullock oder Leonardo DiCaprio: Sie stehen zu ihrer deutschen Herkunft. Außer bei den Hollywood-Stars liegt es auch bei den normalen Nordamerikanern schwer im Trend, sich zu ihrer deutschen Heimat zu bekennen. Zu dieser Erkenntnis kam jetzt die deutschsprachige Kulturzeitschrift „Deutsche Rundschau“, die in Nordamerika erscheint. Selbst der gerade im Amt bestätigte US-Präsident Barack Obama kann sich auf Ahnen aus Deutschland berufen: Vor gut 250 Jahren verließ ein Vorfahr seiner Mutter das damalige Herzogtum Pfalz-Zweibrücken und zog in die Neue Welt, nach Pennsylvania.

Dass immer mehr Menschen mit deutschen Wurzeln in den USA leben, liegt aber nicht daran, dass reihenweise Deutsche über den Atlantik auswandern. Die Ursache ist stattdessen, dass alteingesessene Deutschstämmige sich inzwischen offiziell als solche bezeichnen – und auch ihr Kreuz bei der letzten Volkszählung entsprechend setzten. „Heute ist es in den USA wieder schick, sich zu seiner deutschen Abstammung zu bekennen“, erklärt Juri Klugmann, Herausgeber der „Rundschau“. Die Zeitschrift hat für ihre Analyse die jetzt verfügbaren Daten der letzten Volkszählung untersucht. Doch warum ist Deutsch-Sein plötzlich wieder en vogue? Das Ansehen Deutschlands ist in den USA in der vergangenen Zeit erheblich gestiegen. Eine repräsentative Umfrage belegte vor Kurzem, dass mehr als die Hälfte der US-Bürger einen guten bis ausgezeichneten Eindruck von der Bundesrepublik hätten. Diese Sympathie wird erwidert: Seit Barack Obama vor vier Jahren zum ersten Mal ins Präsidentenamt gewählt wurde, stiegen auch die USA bei Deutschen erheblich im Ansehen. Die gegenseitige Anerkennung der Völker zeigt messbare Spuren: In den vergangenen Jahren wuchs auf diese Weise die Gruppe der Deutschamerikaner um sechs Millionen auf insgesamt 50 Millionen. Etwa zehn Prozent der Deutschstämmigen sprechen oder verstehen noch Deutsch, heißt es in einer Mitteilung der Internationalen Medienhilfe, der auch die „Rundschau“ angehört. Vor diesem Hintergrund gelten die USA als der Staat mit der drittgrößten deutschsprachigen Bevölkerung hinter Deutschland und Österreich– und noch vor der Schweiz.

Beitrag von Heike Schäfer in "Brücke", Folge 1-2 - März 2013,Titelseite Brücke


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